Wednesday, July 13, 2016

So many men, so little time...

...müsste ich abwandeln in "so many ideas, so little time". Gerade bin ich auf Heimaturlaub, um einem runden Geburtstag meines Onkels und dann einer Hochzeit beizuwohnen und dann geht es wieder in mein anderes Zuhause und zurück zum Haufen Arbeit, der mich erwartet. Tapetenwechsel ist immer gut, um sich einen anderen Wind um die Ohren blasen zu lassen, neue Perspektiven zu bekommen und einige Dinge zu überdenken. Ich habe so viele Baustellen, die es zu bearbeiten gilt, so viele Ecken, an denen ich wachsen will, so viel was es zu verbessern gilt. Mit gleich zig Ideen ströme ich aus und versuche mein Bestes und weiß doch nie mit absoluter Sicherheit, ob das was ich tue auch zu irgendeinem Ziel führt. Es ist frustrierend, wie langsam man wächst. Aber die Natur wächst auch langsam. Nur Zerstörung kann von jetzt auf gleich kommen. Dennoch wünsche ich mir manchmal irgendwen, der mich anleitet und mir genau sagt, was ich zu tun habe, um meine Ziele X, Y und Z (oder eher X1-99, Y1-99 und Z1-99) zu erreichen. Aber so etwas gibt es nun mal nicht, man ist völlig und komplett auf sich allein gestellt. Strenggenommen interessiert es nämlich niemanden, ob man wächst oder schrumpft, man ist ganz allein da hinterher und ganz allein für alles verantwortlich. Ganz allein muss man diese Maschinerie "eigenes Leben" steuern. Im hohen Norden in einer wunderschönen Behausung bekam ich jetzt wieder einige Inspirationen und habe sehr gute Gespräche geführt. Ich hätte gerne noch mehr Zeit dort gehabt, allein schon, weil ich dort im Regal eine Stange sehr interessanter Bücher gefunden hatte, von denen ich es mit Mühe und Not geschafft habe, eines zu lesen. Ich habe mir Notizen dazu auf ein gutes Dutzend Post-its gekrickelt und zu dem anderen Haufen an Notizen gelegt, die ich wieder mit nach Italien nehme, um sie dort irgendwie zu sortieren. Und ich weiß jetzt schon, dass ich - kaum angekommen - wieder mit so viel Alltag zu tun haben werde, dass es zweifelhaft ist, ob ich dieses Jahr überhaupt noch einmal einen Überblick über die kiloweise angehäuften Notizen bekommen werde. Ganz zu schweigen von der Leseliste, die ich mir aus den unterschiedlichsten Gründen angelegt habe. Oder der YouTube-Videos, die ich noch durcharbeiten will oder der Kanäle, die ich abonniert habe. Ich will alles jetzt und sofort, denn ich will schneller wachsen, schneller mehr erreichen und schneller Dinge erledigt bekommen und Ergebnisse sehen. Es sind zu viele Informationen, die uns zur Verfügung stehen und zu viele Möglichkeiten, die wir haben, zu viel Auswahl und damit zu viel Hetze. Von den Zweifeln und Rückschlägen mal ganz abgesehen. Wenn ich wohlwollend auf meine Bemühungen dieses Jahr schaue, dann bin ich durchaus zufrieden mit mir. Realistisch betrachtet ist überall Bewegung drin. Aber mir genügt es noch nicht und ich weiß nicht einmal, ob ich dazu strenger mit mir sein sollte oder einfach dem Weg vertrauen muss. Der Kopf zweifelt und ist ungeduldig und der Instinkt sagt: Immer mit der Ruhe! Vielleicht sollte ich mich von der Illusion einer Perfektion verabschieden, die gar nicht machbar ist und stattdessen mal rechts und links schauen, wie viele Menschen sich gar nicht bewegen und das jahrein und jahraus.
Aber das sind alles selbst gestellte Fragen beruhend auf selbst entwickelten Zweifeln, die man nur selbst beantworten kann...soviel selbst, das zur Selbstständigkeit gehört...



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