Monday, February 16, 2015

Von Nachtschichten, Schneestürmen und Backstagepartys I

Ach ja, wie leicht lässt man sich von der Arbeit ablenken. Und wie gerne auch...hatte ich den Freitag bereits größtenteils außer Haus verbracht, wurd es am Samstag nicht gerade besser. Aber besser für mich. Ich war mal wieder im Einsatz. Punkt 19 Uhr fand ich mich erneut mit vollbeladenem Auto an der Promenade ein, um meine bessere Hälfte für das nächste Konzert abzuholen. Erneut muss ich mir ein gutes Zeugnis für mein Timing ausstellen, ich hatte einen knallharten Vorbereitungsplan erstellt mit genauer zeitlicher Abfolge und den dann auch zur Vollendung umgesetzt. Ja, wenn man immer so effizient wäre...ich ließ noch einige Flyer mit meinen Angeboten für Songwriter vor Ort und dann fuhren wir los. Diesmal ging es Richtung Nordosten, nach Brescia. Das bedeutete rund drei Stunden Autobahn und die starke Hoffnung, nicht auch noch mit Staus kämpfen zu müssen. Wir hatten Glück und keine weitere Verzögerung. Das meiste Equipment war bereits von den anderen mitgenommen worden und dementsprechend schon vorbereitet und angeschlossen. Man rief uns an, ob Pizza zum Abendessen okay sei und meinte, alles sei bestens und startklar. Gegen 22 Uhr fanden wir uns auch schließlich vor Ort ein und mussten mit unserem Zeugs einen vollen, warmen Club voller Menschen durchqueren, die Vorbands hatten bereits für eine gute Atmosphäre gesorgt. Von einem Tisch her winkten die Organisatoren, wir setzten uns und bekamen dann auch sehr zügig große Pizzen und kühles Bier gebracht. Yummy, das fing gut an! Kaum aufgegessen, hieß es sich ranhalten. Zum Backstage musste man aus der Seitentür raus und eine andere Tür wieder hinein. "Da ist keine Tür!" rief meine bessere Hälfte im Dunkel neben mir. Ich sah aber einen Lichtschimmer in der Wand und ahnte, dass da doch noch ein Eingang sein musste. War er auch, nur war er so gut versteckt, dass man ihn wirklich schnell übersehen konnte. Kaum hatte ich die flache Klinke gedrückt, wurd es richtig hell. Innen war eine große Treppe, die in den ersten Stock führte. Gänge volle Spiegelwände, eine Bar, Gogo-Stangen, Sofas und Stühle...meine Güte, eine richtige Partyszenerie und das war hier ja fast größer als der eigentliche Club unten! Uns erwartete eine ganze Stange an Personen, Bandmitglieder, Fotografen, Organisatoren, Musikjournalisten, eine Bierzapfsäule, jede Menge Wasser und eine unglaubliche Menge an Chips! Ja, die Stimmung war eindeutig besser als tags zuvor. Es gab sogar eine ganze Reihe an Bädern und Toiletten, nein, das war kein Vergleich! Das hier war richtig gut! Genau so muss ein Konzert sein! Es war nach 23 Uhr, dass die gesamte Mannschaft nach unten lief um das Konzert zu spielen bzw. diesem beizuwohnen. Ich hatte einen strategisch guten Platz an der einen Ecke der Bühne und bekam die Stimmung hautnah mit. Super Atmosphäre, feiernde Fans, Musiker auf der Höhe, ausgelassene Menschen überall, es war richtig genial...



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