Saturday, October 4, 2014

Pastaallergie...

Ach ja, Italien, das Land der Pasta! Ich bereite sie ja durchaus gerne zu, bin gerne kreativ bei der Sauce und kombiniere gerne immer wieder neue Zutaten basierend auf Olivenöl oder Tomatensauce oder Käse. Und ja, das Ergebnis schmeckt mir in 99% der Fälle wirklich gut. Ich esse auch Pasta, die von anderen zubereitet ist. Aber: doch nicht jeden Tag! Pasta neben weißem Brot sicherlich der Dickmacher Nummer 1 in diesem Land. Geht auf lange Sicht doch nur als Teil der Mahlzeit, aber nicht als Hauptbestandteil. Nicht nur, dass es fast keine Nährstoffe enthält; ich fühle mich nach einer Pastamahlzeit immer häufiger schauderhaft vollgestopft. Regelrecht zementiert. Sie liegt einem wie ein Stein im Magen, der Heißhunger kommt nach kürzester Zeit wieder und am Ende des Tages habe ich echte Entzugserscheinungen was Vitamine angeht. Das Schlimme ist, dass jetzt, wo die Schwiegereltern das Zepter im Haus schwingen, die Pasta an der Tagesordnung ist. Und zwar nicht Pasta, so wie ich sie zubereite, mit viel frischem Zeugs in der Sauce, mit Kräutern, Knoblauch und Gemüse, sondern pappige Nudeln, gekocht mit zu wenig Salz und einer nichtssagenden Tomatensauce. Oder noch schlimmer: sogenannte "pasta bianca", "weiße Pasta", bestehend aus nichts weiterem als Pasta mit Butter und Parmesan angemacht. Und sonst nichts! Wahlweise auch "riso bianco", dasselbe mit Reis. Ich weiß ja nicht, vielleicht fehlt es mir an kultureller Toleranz, aber für mich ist das schlichtweg kein Essen. Schon gar nicht als Komplettmahlzeit und dann am besten nicht nur zum Mittagessen, sondern gleich noch einmal zum Dinner. Esst so etwas mal eine Woche am Stück, dann ist mit der Verdauung auch nicht mehr viel zu wollen!
Nein, bei aller grundsätzlichen Liebe zu Nudelgerichten: ich glaube, ich bin dabei eine Pastaallergie zu entwickeln. Pasta als Beilage, gerne, Pasta als konstante Hauptmahlzeit, nein danke! Und dann verzichte ich lieber ganz auf den Nudelanteil, als dass ich alle anderen empfohlenen Komponenten aufgebe. Dafür schmeckt mir Gemüse auch einfach viel zu gut, ganz abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt. Ich gehe sogar so weit, dass ich nach einer ausgiebigen Gemüsemahlzeit, am besten mit Obstnachtisch, in einen regelrechten Vitaminrausch gerate. Ich werde dann richtig high und fühle mich wahnsinnig dynamisch und will aktiv werden. Klingt fast schon gruselig, aber hat doch was. Wer sich immer nur den Nudeln hingibt, sollte es vielleicht mal auf einen Selbstversuch ankommen lassen. Ich konnte heute den Kelch an mir vorüberziehen lassen und habe dankend auf Pasta in einer Brühe und Parmesan verzichtet. Stattdessen gibt es auf meinem Mittagstisch heute Tomaten, Kichererbsen, Fenchel, Bohnen, Tunfisch und Gorgonzola. Hat jemand Hunger...?



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