Friday, September 12, 2014

Und wieder ein Zauber des Augenblicks...

Sie treffen einen wie ein Blitz: im einen Moment war noch alles durchschnittlich und dann blickt man auf und woooow! Ja, diese Momente sind Gold wert. Heute erwischte es mich, als ich harmlos im Studio saß und am arbeiten war. Die Mittagssonne schien durch das kleine Fenster über dem Schreibtisch, Ludwig saß zusammen gerollt unter dem Schreibtisch, so dass ich etwas verdreht davor saß. Das Buch zum Thema Onlinejournalismus, das ich gerade durcharbeite, war so wunderbar anwendbar und ich hatte gerade eine gute Stunde darauf verwendet den kleinen Raum aufzuräumen und auch ein paar gute Lösungen für ursprüngliche Platzprobleme zu finden. Ab heute Abend würde auch endlich Internet in diesem Bereich des Hauses funktionieren und ich hatte nach Wochen zum ersten Mal wirklich die Hintertür freigeräumt, so dass Ludwig und ich von hier nach draußen zum Begrüßen gehen konnten, sobald meine bessere Hälfte in der Mittagspause nach Hause kam. Für einen Moment hatte ich das verrückte Gefühl, dass Frühling sei und dachte gleich: "Hurra, und dann kommt bald der Sommer!" Zugegeben, so richtig nachhaltig war der Sommer tatsächlich nicht gewesen, und aktuell haben wir schon seit mehreren Tagen das verrückte Wetter, das uns nachts Unwetter beschert, die sich gewaschen haben, Wolkenbrüche und Gewitter inklusive, als gäbe es kein Morgen und kaum lockt das Frühstück, ist schönstes Maiwetter. Und das hält dann den ganzen Tag über. Bei blauem Himmel, der blauer nicht sein konnte, sah man vom Studio aus durchs Fenster die gefühlt 500ste Blütenphase der vielen Rosen im Garten und einen großen Ast voll reifer Feigen von Nachbars Seite aus hinüberragen. Die ganze Atmosphäre machte gleichzeitig unglaublich entspannt als auch wahnsinnig kreativ. Hätte ich mich nicht rechtzeitig gebremst, hätte ich in jenem Augenblick sicherlich Projekt Nummer 10.001 und 10.002 angefangen. Nur die Tatsache hielt mich ab, dass ich mir geschworen hatte, immer erst ein altes Projekt abzuschließen ehe ich ein neues anfange. Und dafür, dass ich nun schon sehr lange konzentriert gearbeitet hatte, musste ich mich auch mal belohnen. Ein Glas sehr guten Rotweins, das daraufhin herrlich in der Sonne schimmerte, gab dem Zauber des Moments dann noch sein Tüpfelchen auf dem I...



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