Wednesday, September 24, 2014

Es wird doch nicht etwa...

...schon Winter sein?? Als ich heute morgen gegen 8:30 einen Klappladen vorsichtig lupfte, da lag er in der Luft, der Winter! Warum? Weil er nach nichts riecht! Man zieht den Winter mit einem Atemzug ein und wenn's hoch kommt, dann riecht er abgestanden. Eigentlich aber nach gar nichts. Voller Entsetzen machte ich den Klappladen schnell wieder zu und rief: "Ich glaub wir haben den Herbst schon hinter uns, ehe er auch nur angefangen hat." - "Warte mal ab", antwortete meine bessere Hälfte aus der Küche, "es wird wieder sommerlich, noch ehe wir Mittag haben!" In der Tat. Kaum war eine gute Stunde vergangen und die Sonne am Himmel, da wurd es wieder warm und es roch auch wieder nach Natur. Gott sei Dank! Mit Grauen denke ich da noch an den letzten Winter zurück, wenn ich morgens um 6:30 mit Hund im Schlepptau mit zum Bahnhof gefahren bin um zu winken und um dann in aller Ruhe, ehe das Leben in der Stadt losging, eine ganz lange Gassitour nach Hause zu machen. Naja, in aller Ruhe...es war eisekalt! So kalt, dass ich kaum die Finger bewegen konnte, um eine Häufchentüte abzureißen, während die Häufchen im gefrorenen Gras vor sich hindampften. Das war toskanischer Winter, Glatteis und Zugausfälle inklusive. Allein beim Gedanken daran schüttelt es mich. Nein, der Sommer soll bitte noch schön lange andauern, mit Gassitouren unter einer sehr heißen Sonne, auch wenn die Abende jetzt schon oft sehr frisch sind.
Am Montag beispielsweise haben wir eine Tour mit Freunden auf Motorrädern gemacht. Strahlend blauer Himmel, keine Wolke zu sehen, die Sonne brannte. Man lachte uns aus, weil wir Lederjacken trugen, aber im Fahrtwind merkte man doch, dass die Luft nicht mehr die wärmste war. Es war wie Hochsommer, nur eben angenehm. Immer wenn man stand, riss man sich vor Hitze die Kleidung vom Leib, wir flohen zum Mittagessen am Strand in den Schatten, später als wir von einer alten Burg auf den Hügeln zur nächsten fuhren, saßen wir in einem Café unter Bäumen, da es in der prallen Sonne viel zu heiß war. Erst bei der Heimfahrt waren die Jacken dann wirklich willkommen, denn je näher wir dem Abend kamen, umso frischer wurde es. Sommerliche Sonne, frühlingshafter Duft, herbstliche Luft und winterliche Nächte...so kann es eigentlich ruhig bleiben...


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