Sunday, March 23, 2014

...dann das Vergnügen I

Und was passt zu einem perfekten Business-Samstag?! Natürlich ein perfekter Leisure-Sonntag! Und so musste es dann auch sein. Kaum hatten wir einen Haken unter die beruflichen Aktivitäten gemacht, freute ich mich schon diebisch auf das, was wir uns für den kommenden Tag vorgenommen hatten. Und zwar ein Picknick in den Bergen. Ich hatte schon seit diversen Monaten ein Picknick machen wollen, denn vor einer ganzen Weile bereits hatte ich mir sehr viel Equipment dafür gekauft und nie hatte es sich ergeben, dass wir es auch hatten umsetzen können. Und nun war es endlich soweit - ich konnte mein Glück noch gar nicht fassen. Zwei Freunde würden sich anschließen, zunächst würden die Jungs gemeinsam einkaufen und dann ginge es eine ganze Strecke hoch in die Berge. Ich weiß nicht, wer aufgeregter war - Ludwig im Kofferraum oder ich mit meinen Taschen voller Ausrüstung. Auch wenn die Berge ziemlich genau hinter unserem Haus beginnen, so fuhren wir dennoch eine halbe Stunde bis zu dem Ort, den wir auserkoren hatten und an dem ich noch nie gewesen war. Mit jeder Biegung wurde die Straße abenteuerlicher, steiler, unwegsamer, ungesicherter. Ein bärtiger Schäfer mit drei Hunden war zu Fuß unterwegs, ansonsten begegneten wir fast keiner Menschenseele. Am Zielpunkt angekommen standen immerhin noch zwei weitere Autos geparkt am Straßenrand. Waren wir womöglich doch nicht allein? "Ich tippe mal darauf, dass es sich um Wanderer handelt", meinte einer der Freunde. "Bei diesem tollen Wetter dürfte das wahrscheinlicher sein als Leute, die ein Picknick machen wollen". Zu Fuß stiegen wir noch circa fünfhundert Meter weiter hinauf. Die Bergspitzen, die um uns herum fast greifbar nah erschienen, waren allesamt schneebedeckt, kalt war es hier oben dennoch nicht. "Was für eine Umgebung!" rief ich beeindruckt. "Warte mal ab, bis wir angekommen sind", meinte einer unserer Freunde. Und er hatte recht. Kaum waren wir oben angekommen, von wo es erst mal nicht weiter hoch ging, befanden wir uns auf einer Art ebenen Plateau mit Gras, Gebüsch und Bäumen. Es gab verschiedene Spuren von alten Lagerfeuern auf dem Boden und wir marschierten auf der Ebene, bis wir ihr Ende erreicht hatten. Von hier hatte man einen schier atemberaubenden Blick über die Berge der Umgebung bis hin zum Meer. Es war etwas diesig, so dass man das Meer nicht gut erkennen konnte, aber das machte überhaupt nichts. Ich glaube man hätte stundenlang einfach da nur so stehen und das Panorama mit all seiner Tiefe und Dreidimensionalität auf sich wirken lassen können...


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