Saturday, February 22, 2014

Hundefreier Samstag II

12:00 - Ach, herrlich, dieses Wetter! Was haben wir bloß für ein Glück damit. "Es riecht nach Frühling", schreibt mir meine bessere Hälfte aus Genua. Wohl wahr, auch hier liegt er wieder in der Luft. Das habe ich auch gestern ganz intensiv gemerkt, als ich mit Ludwig im Garten gespielt habe und überall kleine Blumen aus dem Boden kamen und die Luft so ganz klar war. Deutlich konnte man die Reihen der Weinreben an den Hängen ringsum erkennen. Toll war das! Kann es gar nicht erwarten wieder rauszugehen. Nur müsste ich mich dazu erstmal fertig machen. Aktuell mache ich einen Haken hinter den Punkt "Herd putzen". Ist euch schon aufgefallen, dass man Übergekochtes ganz einfach vom Herd geputzt bekommt, wenn es nach einigen Tagen ganz trocken und bröselig geworden ist? Genau aus DEM Grund habe ich auch den Herd so lange nicht geputzt...ja doch, ist so. Denn das hatte ich schon vorher gemerkt. Nicht bemerkt hatte ich allerdings, dass sich eine Schublade unter dem Backofen befindet. Die hatte ich in vier Jahren nicht entdeckt! Wofür das schon wieder spricht...mit einem Knall schoss sie aus ihrem Lager, nachdem ich etwas stürmisch daran gezogen hatte. War aber leider kein Schatz drin...nur ein stählerner Dreizack und jede Menge Krümel.

13:00 - Wie schnell die Zeit vergeht, wenn sie so positiv ist. Da ist es eben gerade noch Mittag und schon sind fast zwei Stunden vergangen, ohne dass man signifikant vorwärts gekommen wäre. Okay, ich habe mich der Schönheit gewidmet und einige politische Diskussionen geführt, mal einstimmig, mal mit Konfrontationen, aber ich sehe mit Schrecken, dass wir uns schon im Nachmittag befinden und von dem wirklich Wichtigen habe ich noch immer fast nichts getan. Ja, einige Mails beantwortet, etwas Recherche betrieben, aber das zählt irgendwie nicht.

20:00 - Jetzt vergingen die Stunden noch schneller als zuvor - das ist schon fast gruselig. Und habe ich viel erledigt bekommen? Bad geputzt! Küche geputzt! Lyrics beendet! 2 Telefonate geführt! Eltern angerufen! Trip nach Genua geplant! Holzpolitur auf alle Tische poliert! Schreibtisch aufgeräumt! Limoncello für Schwiegervater abgefüllt! Hundenäpfe gespült! 3 Zeitungen gelesen! Müll weggebracht! Material für mein Interviewseminar zusammengesucht! Meinen Kalender upgedated! Einmal überall durchgesaugt! Und mir wird mal wieder klar, dass an einem einzigen Tag gar nicht alles zu schaffen ist. Schade eigentlich...


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