Wednesday, November 20, 2013

Wassermassen...

Ja, jetzt ist eine typische Wintersituation da: Regen, Regen und nochmals Regen. Die Sonne hat noch immer eine unglaubliche Kraft, aber heute ist sie hinter dicken Wolken verschwunden; ab und an schaut sie durch die Ritzen im Grau und immer wieder muss sie sich geschlagen geben, denn das Wetter hat sie eindeutig abgelöst. Es regnet. Und das teilweise in rauen Mengen. Als ich heute Morgen mit einem verschlafenen Auge aus dem Schlafzimmerfenster ins Tal und die Berge hinter dem Haus geschaut habe, da konnte man das, was ich sah nicht mal Himmel nennen. Eine dunkelbeige Leinwand schien sich dazwischen geschoben zu haben, denn vor lauter Regen war kein Horizont zu sehen, auch keine Bergkuppeln. Man sah fast überhaupt nichts mehr, jenseits von 50 Metern Entfernung. Diese Mischung aus Nebel und Regen ließ das Bett um so gemütlicher erscheinen. Hätte meine bessere Hälfte nicht verzweifelt einen Regenschirm gesucht, wäre ich gar nicht aufgestanden. Wer raus muss heute, ist nicht zu beneiden. Dabei haben wir hier ja wirklich noch Glück mit dem Wetter. Andernorts sieht es ganz anders aus, z.B. auf Sardinien. Die Zustände da sind katastrophal und von der Regierung werden sie nichts erwarten können. Nichts Gutes zumindest. Denn sehr wahrscheinlich wird man wieder mal die Steuern erhöhen, nicht aber, um den Sarden zu helfen, nein - aber das wird behauptet werden. Seit gestern kommt immer wieder der Begriff "guerra civile" hoch - aber ob sich die Italiener dazu wirklich hinreißen lassen? Oder muss Frankreich wieder mit gutem Beispiel vorangehen? Man wird abwarten müssen. Und schauen, dass man selbst aktiv bleibt. Ich habe Ludwig gerade ein Hühnchen mit Pasta zubereitet, gleich setze ich mich wieder an den Schreibtisch, wo die Arbeit sich nur so stapelt, und mittendrin werde ich als sorpresa für meine durchnässte bessere Hälfte heute Abend Gewürzplätzchen backen. Auf den Geruch von Zimt freue ich mich schon jetzt...


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