Friday, November 15, 2013

Unitalienische Tage

Ja, das muss es auch mal geben - ganz unitalienische Tage. Fing damit an, dass der Kaffee alle war und ich einfach keine Lust hatte neuen zu kaufen. Also caffè, keinen Kaffee, was hier ja halt als Kaffee gilt. Was für uns Kaffee ist, ist hier caffè americano, aber gut. Wir hatten keinen Kaffee mehr im Haus und ich hatte keine Lust neuen zu kaufen. Denn dann hätte ich auch gleich noch diverse andere Dinge kaufen sollen, die ebenfalls ausgegangen waren. Nein, ich erinnerte mich wieder an mein Leben in London und machte mir eine schöne Tasse Earl Grey mit Milch. Dabei blieb es nicht, es wurden zwei, drei und immer mehr. Ich dachte ja, es würden britische Momente, aber nein, es wurden unitalienische. Denn ich hatte auch keine Lust mehr auf italienisches Essen. Ja, ja, es ist gut und deswegen weltberühmt. Aber hey, es gibt noch mehr außer Pasta und Co. Noch viel mehr. Und mögen die Italiener sich selbst beschneiden, indem sie hartnäckig bei ihrem landestypischen Essen bleiben - ich musste mich daran nicht halten. Sprachs und machte mir einen grünen Tee. Wir trinken durchaus viel Tee hier im Winter, aber der grüne Tee brachte mich auch gleich auf die Idee mal wieder etwas ganz anderes zu kochen. Wie z.B. Couscous. Der näherte sich langsam seinem Verfallsdatum, abgefüllt in eines der vielen Glasbehältnisse in der Küche. Couscous-Bratlinge sind es geworden - sehr leckere! und als Vorspeise eine deutsche Suppe. Und weil ich schon so in Fahrt war, machte ich noch ein typisches deutsches Vollkornbrot, richtig dunkel mit etwas Buchweizen. Und fast hätte ich noch englische Scones gemacht, aber ich hatte keine dazu passende Marmelade. Zum Abendessen wurde es dann nach zwei Tagen zum ersten Mal dann wieder etwas Italienisches: riso freddo, eine Art Reissalat, denn meine bessere italienische Hälfte kam wieder nach Hause. Den übriggebliebenen Couscous wollte er nicht probieren, dafür aber konnte er sich für das deutsche Brot begeistern. Ja, es ist vielleicht doch noch nicht Hopfen und Malz verloren. Morgen schaue ich gleich nochmal, was es noch so alles an internationalen Dingen gibt, die ich jetzt eine Weile vernachlässigt habe. Vielleicht ein ausländischer Liebhaber? Kleiner Scherz am Rande... ;)


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