Wednesday, October 2, 2013

Mission Torino IV

Sonntag 17 Uhr: Pünktlich zur vollen Stunde beende ich mein Seminar und habe am Ende noch jeden Song der anwesenden Kursteilnehmer durchgenommen. Und sehe etwas, was kein Mensch an der Schule sieht: glückliche Gesichter. Ich bekomme CDs geschenkt und man verabschiedet sich per Handschlag. So kanns gehen. Roberto und ich bauen schnell ab und treffen uns noch auf die Schnelle zum Besprechen der nächsten Wochen. Hätten wir jetzt bloß noch genug Zeit um auch wirklich etwas zu machen. Aber es muss zwischen Tür uns Angel geregelt werden.

Sonntag 18 Uhr: Ich werde am Bahnhof in Turin abgeladen, während meine bessere Hälfte zur gleichen Zeit in der selben Stadt arbeitet und Roberto ihn jetzt nach mir treffen wird. Anders geht es nicht, ich muss meinen Zug bekommen!

Sonntag 19 Uhr: Der InterCity rattert Richtung Süden, hinter uns die Alpen. Teilweise fällt das Licht aus im Großraumwagen. Wer jetzt noch seinen Sitzplatz sucht, ist verloren. Eigentlich wollte ich ja etwas lesen, aber gut, relaxen ist auch in Ordnung. Draußen prasselt der Regen gegen die Fensterscheiben.

Sonntag 20 Uhr: Ich bin wieder in Genua und sehe, dass da ein Zug Verspätung hat, den ich noch vor meinem Anschlusszug nehmen könnte. Ich habe für diesen zwar kein Ticket, aber ich wäre fast eine ganze Stunde eher daheim. Ich fasse den Entschluss den Zug so oder so zu nehmen. Will  mir noch ein Sandwich im Automaten ziehen, aber dieser meldet, dass der Motor ausgefallen ist. Ich drücke auf alle Tasten um meine 2€ wieder zu bekommen, schließlich springt die Elektronik an und schickt mir einen Apfelsmoothie plus Wechselgeld. Das wollte ich doch gar nicht, ich wollte das Tunfischsandwich! Blöde Maschine!

Sonntag 21 Uhr: Ich sitze im Zug ohne passendes Ticket. Es ist relativ voll, wir haben 30 Minuten Verspätung und die Schaffner haben gar kein Interesse daran zu kontrollieren. Drei amerikanische Teenager steigen zu mir ins Abteil und fragen wie sie nach Pisa kämen. "Na, indem ihr in Pisa aussteigt" - manchmal ist das Leben doch zu einfach. Und sah man mir an, dass ich Englisch spreche?! Das kommt hier so oft nämlich nicht vor.




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