Friday, October 25, 2013

Ryanair Tipps V

21) Noch einmal zur Platzwahl: was ich nie verstanden habe, ist, wieso das Gros der Passagiere ins Innere des Flugzeugs streben, als bekämen sie da mehr für ihr Geld. Meine Lieblingsreihe ist immer die letzte, Reihe 33, denn da will lange niemand sitzen und dabei bietet die Reihe so viele Vorteile. Erstens einmal quält man sich nicht an Dutzenden von Passagieren vorbei, die alle umständlich mit ihrem Bordgespäck beschäftigt sind und den ganzen Betrieb aufhalten. Zweitens bekommt man viele Gespräche des Personals mit, was wichtig oder amüsant sein kann. Drittens sitzt man gleich an den Toiletten und muss nicht erst das ganze Flugzeug durchqueren, so dass wahrscheinlich gerade im letzten Moment einer vor einem aufsteht und die Kabine belegt. Viertens muss man im Fall der Fälle nicht erst den nächsten Notausgang suchen und fünftens befindet man sich gleich am Ausgang und steigt als einer der ersten Passagiere aus dem Flugzeug aus. Gerade letzteres ist wichtig, falls man knapp mit der Zeit ist, falls man dringend muss und es gibt nur zwei Toiletten im Ankunftsgebäude oder weil man einen guten Platz am Gepäckband sichern will. Aber auch so sind Passagiere, die die Gänge versperren, für mich immer eines der größten Ärgernisse an Bord. Also warum mitten ins Getümmel stürzen, wenn man in der letzten Reihe nur Vorteile hat? Einige behaupten ja, hinten würde es mehr wackeln oder Ähnliches, aber ich habe noch nie etwas Derartiges erlebt, was einen Platz im Zentrum erstrebenswert machen würde. Ich denke ja mehr, dass der Herdentrieb die Leute in die Mitte treibt, als gäbe es dort etwas Besseres. So wie man ja auch sagt, dass die erste in einer Reihe von Toiletten immer die sauberste sei, weil die erste immer vermieden würde. "Nee, lass uns mal weiter in die Mitte gehen", ist tatsächlich der Satz, den ich da hinten immer und immer wieder höre.

22) Ein weiterer Grund rechtzeitig am Gate anzustehen ist auch, dass man dann noch sein Bordgepäck über seinem Sitz unterbringen kann, auch wenn ich zu denjenigen gehöre, die ihr Gepäck immer auf dem Boden unter dem Vordersitz aufbewahren. Wenn das Flugzeug schon sehr voll ist, wird auch der Stauraum über den Sitzen knapp und es gibt auf fast jedem Flug Passagiere, die ihre kleinen Trolleys an den unmöglichsten Stellen unterbringen müssen - eventuell am anderen Ende der Maschine - und wenn es dann ans Aufstehen geht, wird es für diese Leute schwierig. Sie verlassen im Allgemeinen als allerletzte den Flieger.

23) Worauf sollte man achten, um den Start selbst nicht zu verzögern? Dass man keine Musik hört, ehe man in der Luft ist, dass das Handy, Tablet und alles anderes ausgeschaltet sind, dass der Tisch im Vordersitz hochgeklappt ist, die Armlehnen unten und die Jalousien an den Fenstern ganz geöffnet. Angeschnallt muss man sein und man sollte nicht in den Gang hineinragen, wenn man es einrichten kann.

24) Teuer kann es noch mal werden, wenn man an Bord etwas zu sich nimmt, denn Getränke und Essen kosten alle extra. Die Preise stehen im Bordmagazin, das vor oder nach dem Start ausgeteilt wird und die erste Runde gilt nur den Bestellungen von heißen Speisen. Nach Möglichkeit sollte man passend zahlen um nicht Gefahr zu laufen, dass man nicht den kompletten Differenzbetrag ausgezahlt bekommt. Teilweise bekommt man das Wechselgeld auch erst im Laufe des Fluges ausgeteilt, sobald genug Wechselgeld eingenommen worden ist.

25) Und die Verkaufsversuche an Bord können umfangreich sein: Essen, Getränke, Dutyfree-Artikel, Zigaretten, Rubbellose, Fahrkarten und so manch anderes wird oft in bis zu drei Sprachen angeboten. Das kann nerven, muss aber nicht, denn wie schon anfangs betont - so günstig kommt man wirklich nicht anderweitig von A nach B...

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