Monday, October 21, 2013

Die kulinarischen Sonnenseiten des Herbstes...

Ach ja, was habe ich ihn verflucht, den Herbst, als er zum ersten Mal Mitte September vorbei schaute. Offenbar hat ihm das imponiert, denn er verschwand dann auch wieder eine ganze Weile und zurück kamen die warmen Temperaturen von bis zu 23 Grad, Sonne und strahlend blauer Himmel. Und jetzt ist es wieder vorbei, der Herbst hat wieder richtig zugeschlagen. Aber diesmal macht es nichts, denn die Temperaturen spielen noch mit, rund 20 Grad konnten wir heute wieder ablesen, auch wenn der Himmel ein einziges Grau in Grau ist und die Unwetterwarnungen gestern schon nicht zu viel versprochen hatten. Circa ab 19 Uhr fand draußen ein unheimliches Schauspiel ab - Blitze im Sekundentakt, ohne dass ein einziger Laut zu hören gewesen wäre, kein Donner, kein Wind, kein Regen. Und dann auf einmal ein Wolkenbruch, der sich gewaschen hatte, rumpelnder Donner und Nebel lag über der Stadt, über die man vom Schlafzimmerfenster aus eine so gute Sicht hat. Dann kam der Regen, der tonnenweise aus den Wolken gefallen kam und im reißenden Fluss Richtung Stadtzentrum floss. Nur, dass wir keinen Fluss hier haben, sondern eine gewundene Straße, die als solche nicht mehr befahrbar war. Und dann hörte das Chaos so schnell auf, wie es angefangen hatte - zurück blieben nur die Blitze im Sekundentakt eines höchst seltsamen Gewitters, das so gar nicht weiterziehen wollte. Die ganze Nacht blieb uns dieses Wetter erhalten und heute Morgen schien das Tal hinterm Haus einer Sauna entstiegen und dementsprechend auszudampfen. Mit der zweiten Nacht mit Unwetterwarnung ist mit der Dunkelheit auch das Gewitter zurückgekommen. Die Lampen flackern bereits und die Fensterläden schlagen gegen die Hauswände. Und im Haus macht man es sich gemütlich und gemütlich ist es! Denn wieso vergisst man bei seiner Ablehnung gegen den Herbst auch all die netten Aspekte der kalten Jahreszeit? Zum Beispiel das Feuer im Kamin im Wohnzimmer? Und nicht zu vergessen auch all die kulinarischen Besonderheiten, die im Sommer keinen Platz finden, z.B. die Kürbiscremesuppe oder gemütliche Pilzgerichte. Und wir haben heute zum ersten Mal in diesem Jahr große Sammlungen von Maronen aus dem Wald in den Topf geworfen und stundenlang mit Lorbeerblättern weich gekocht. Der Geschmack ist unvergleichlich. Und heute Abend gab es ein weiteres Herbst/Winteressen: Polenta mit einer selbstgemachten Tomaten-Ricotta-Sauce. Und draußen pfeift der Wind ums Haus. So kann man es sich gut gehen lassen, finde ich...


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