Sunday, September 1, 2013

Die kleinen Freuden des Megashoppings...

Kennt ihr das, so einen Traum, dass man irgendwo in einem Kaufhaus ist und da alles shoppen kann, was einem in die Hände fällt? Oder dass man nachts in einem Supermarkt eingeschlossen wird und sich hemmungslos durch die Regale fressen kann? Natürlich ist das ein Traum, wie er im realen Leben nicht so ohne Weiteres umgesetzt werden kann, aber genau deswegen handelt es sich ja auch um einen Traum. Und ich habe ihn immer mal wieder. Mein heutiger Supermarkteinkauf kam diesem Traum zur Abwechslung mal so nahe wie möglich. Natürlich im bescheidenen Sinne, aber ich konnte nicht umhin mich wie ein kleines Kind zu freuen, als wir heute auf den Supermarktparkplatz gefahren sind und dort sage und schreibe drei Autos vorfanden. Sonntags ist ohnehin nicht allzu viel los dort, weshalb wir am liebsten an Sonntagen einkaufen gehen. Meine bessere Hälfte läuft draußen mit Ludwig auf und ab, während ich mich drinnen meinen Einkaufspflichten hingebe...oder heute dem Kaufrausch. Bin schon völlig albern zu den Einkaufswagen galoppiert, als ich sah, dass ich vermutlich mehr oder minder alleine einkaufen würde und dann traf mich tatsächlich eine gähnende Leere was Miteinkäufer angeht, an. Mehrere Zentimeter über dem Boden schwebend schob ich feierlich meinen Wagen ins klimatisierte Shoppingparadies, ehe ich mich dazu ermahnte, besser dieses blödsinnige Grinsen abzustellen, ehe sie das Sicherheitspersonal verständigen würden. Das war hier eine ernste Sache, ein Kaufrausch, dessen Limit die Ränder meines Einkaufswagens darstellten. Kennt ihr diese amerikanischen Dokumentarserien, wo Leute aus den Rabattcoupons eine eigene Politik machen und am Ende zehn Einkaufswagen (amerikanische Maße!) quasi zum Nulltarif mit nach Hause nehmen? So ähnlich fühlte ich mich heute auch, auch wenn ich nicht einen Coupon dabei hatte. Dafür gab es aber eine andere Freunde: Sonderangebote!! Sicher, auch ich laufe Gefahr mich im Kaufrausch zu verlieren und hemmungslos sinnloses Zeugs einzukaufen, aber ich hatte eine Einkaufsliste dabei - eine sehr lange! - und zwang mich darüber hinaus nicht nach links und rechts zu schauen. Aber welches Glück fühlt man, wenn die Sonderangebote die Produkte betreffen, die man eh kaufen wollte? Pasta, Spaghetti, Essig und Kaffee waren beachtlich reduziert und für sage und schreibe 15c das Kilo bekam ich eine Wassermelone, die an Süße und Konsistenz durch nichts hätte übertroffen werden können! Ich schaffte tatsächlich die Liste mit den Rändern des Einkaufswagens gerade so abschließen zu können und schob meinen ziemlich schweren Wagen triumphierend zu den Kasse - wo niemand war. Nicht ein einziger Kunde! Nicht einmal ein Kassierer! Ich nutzte die Gelegenheit um schon mal so viel wie möglich aufs Band zu packen. Und ungelogen: es war am Ende bis zum letzten Zentimeter voll, obwohl eine Kassiererin bereits vorne angefangen hatte einzuscannen. "Gut, dass sonst niemand da ist", rief ich ihr vom Ende des Bandes zu, ehe ich mit dem leeren Wagen ganz nach vorne eilte, um alles wieder in den Wagen zu legen.
Draußen konnte meine bessere Hälfte den Umfang des Shoppings kaum glauben und schaute abwechselnd auf mein zurückgekehrtes, etwas dümmliches Triumphgrinsen und auf den überquellenden Einkaufswagen. "Du bist total verrückt", meinte er anerkennend, als wir Mühe hatten alles in die vier großen Taschen umzupacken, die ich schon mitgebracht hatte. Das Grinsen dauerte noch eine ganze Weile an und ich muss sagen, doch, es hat sich schon ziemlich fast so gut angefühlt wie in den Träumen vom ganz geheimen Megashopping-Wahnsinn... :)


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