Tuesday, August 13, 2013

Tagesablauf...

Jemand fragte mich neulich nach meinem Tagesablauf und ob ich mich schnell verzettel. Nun, ich möchte dazu sagen, dass ich mich gefühlsmäßig noch in der Aufbauphase befinde. Diese schloss sich der Vorbereitungsphase an, in der ich mir Gedanken zum Beruflichen gemacht und fürs Haus eingekauft habe. Ich habe meine Aktionen mit Fundament gestartet, Fertigkeiten erlernt und Kontakte geknüpft. Die jetzige Aufbauphase baut genau auf dieses Fundament auf. Es ist noch keine Profit- oder Erntephase, also noch kein Alltag in dem Sinne. Aber ein Alltag für die Aufbauphase. Soviel zur Erklärung vorweg...
Grundsätzlich wünsche ich mir mehr Disziplin von mir selbst, ich bin schließlich mein eigener Boss und Motivator und wenn ich nichts tue, dann juckt das niemanden. Ist Vor- und Nachteil. Ähnlich wie damals im Studium und es ist dieselbe Gefahr, wenn man im Grunde Wochen verstreichen lassen kann, ohne etwas Signifikantes geleistet zu haben.
Ich schlafe also schon mal zu lange, wenngleich ich meistens spät ins Bett gehe und auch durchaus bis spät noch arbeite. Aber zeitigeres Aufstehen könnte dennoch wegweisend sein, auch gleich mehr Disziplin für den Tag aufzubringen. Kaum aufgestanden trinke ich Kaffee und gehe gleich an meine Mails. Schauen, was sich in der Nacht getan hat, Verkäufe, Angebote, Kommentare, Nachrichten. Damit vergehen gut und gerne 2 bis 3 Stunden, ehe ich mich dann wirklich endlich fertig mache. Eigentlich will ich gleich nach dem Aufstehen erstmal Sport machen, aber dazu bin ich derzeit zu faul. Auch zur Hausarbeit muss ich mich grundsätzlich überwinden (schlimm mit mir!). Dabei mache ich auch keinen Unterschied zwischen Wochentag und Wochenende. Aktives Nichtstun - wie das manche typischerweise im Urlaub oder in den Ferien leben - kommt bei mir nicht vor. Meine Arbeit ist mein Hobby und damit trenne ich auch nicht zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Oha, das muss ich erstmal verdauen. Habe ich das tatsächlich gesagt?? "Meine Arbeit ist mein Hobby", anscheinend kann ich mich wirklich glücklich schätzen! Wie gesagt, mehr Selbstdisziplin würde mir nicht schaden! Da muss ich strenger mit mir sein! Manchmal fehlt mir ein Alltag. Der ist in der Aufbauphase wahrscheinlich schlicht und ergreifend unwahrscheinlich. Aufbau heißt auch gleichzeitig "noch nicht wissen, wie das Ergebnis aussehen wird". Das können sich einige nicht vorstellen, die so noch nie gearbeitet haben. Ähnlich wie die Frage, wie lange ich in Italien sein werde. Lieblingsunwort, was dabei immer wieder fällt - "für immer". Es gibt kein für immer, ebensowenig wie es DIE Arbeit für mich jetzt gibt. Ich arbeite an verschiedenen Projekten und in der Tat ist dieses parallele Handling schon eine Sache, bei der man sich sehr konzentrieren muss. Ich wurde schon gefragt, wieso ich nicht ein Projekt nach dem anderen angehe. Die Antwort ist ganz simpel: ich weiß ja gar nicht, welches Saatgut aufgehen wird. Ich habe gesät und sähe weiterhin und dann gieße ich und dünge und entferne Unkraut und wo Rose auf der Packung Saatgut draufsteht, muss nicht Rose drin sein, bzw vielleicht wächst sie gar nicht an. Deswegen verschiedene Projekte und deswegen auch alles parallel. Und verschiedene Projekte kommen mir auch deswegen entgegen, weil ich so viele verschiedene Interessen habe.
Der Tag wird also gefüllt mit dem, was dringend ist oder was mal wieder vorangetrieben werden muss. Wenn ich neue Ideen habe, entwerfe ich neue Shirtdesigns, die ich hochlade und mit Beschreibungen versehe. Sind diese abgesegnet worden, fange ich an diese Designs auf verschiedene Produkte zu bringen und diese dann zu veröffentlichen. Oder ich arbeite an dem Kinderbuch, das ich vor wenigen Wochen begonnen habe. Oder ich arbeite mich durch Handbücher für Autoren und versuche nach Neugelernte gleich auf den Roman anzuwenden, an dem ich schon seit einer Weile sitze. Oder ich versuche mich an einer neuen Kurzgeschichte oder suche nach Wettbewerben, die interessant klingen. Oder ich arbeite an einem Übersetzungsprojekt wie jetzt aktuell zur Förderung des Tourismus. Oder suche nach weiteren Aufträgen. Oder entwickle meine Workshops weiter, suche neue Themen und bespreche mich mit meiner Agentur. Oder ich suche nach neuen Bands, die meine Hilfe gebrauchen könnten, betreibe Networking, kommuniziere mit Sprachschulen und Musikschulen und schaue was sich in die Wege leiten lässt. Oder ich kümmere mich um den Blog hier. Oder ich arbeite an meiner DaF-Fortbildung, die ich aktuell mache und zwinge mich auch hin und wieder mich hinzusetzen und systematisch Italienisch zu lernen. Oder Niederländisch. Oder Französisch.
Darüber vergehen Stunden. Dann ist da auch noch der Garten, der viel Pflege braucht, die Renovierung des Hauses ist noch bei Weitem nicht abgeschlossen und der ganz normale Haushalt drängt auch hin und wieder. Und soziale Kontakte, Bewegung mit dem Hund, Einkäufe. Im Grunde versuche ich mich jeden Tag zu verbessern, das Haus, mich selbst, mir Bildung anzueignen, Fähigkeiten, Wissen, Erfahrung, Training und nicht zuletzt der Erfolg, der aber stimmig sein muss und auf Lebensqualität aufgebaut sein soll. Immer...


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