Thursday, July 25, 2013

Neueinzug...

Ich bin wieder in Italien - und was soll ich sagen: es fühlt sich immer an, als sei ich wochenlang weggewesen. Dabei stimmt das ja gar nicht. Und dennoch bietet sich mir ein Anblick des Grauens: zig Pflanzen sind eingetrocknet, die Blumen an den Fensterläden werden sich nur mit viel Mühe noch retten lassen, in meine anderen Töpfe habe ich vorsichtshalber noch gar nicht geschaut. Im Garten ist etwas gemacht worden, das sieht gut aus und auch die ersten roten Tomaten konnte ich bewundern. Im Bambuswald hat sich neues Laub zusammengetragen, aber immerhin fand ich auch endlich Ludwigs Knochen wieder, den er dort verloren hatte. Die Vorräte waren fast aufgebraucht, angebrochene und leere Schachteln, Tüten und Packungen überall, schmutziges Geschirr auf der Spüle, überquellende Aschenbecher und leere Kaffeetassen mit Zuckerboden auf dem Esstisch. Eine leere Amaroflasche neben Büchern, Untersetzern und Haarklammern. Was für eine Kombi. Die Leuchte über dem Spülbecken war abgegangen, 3 meiner Schuhe (?) lagen am Treppenabsatz nach oben, im Bad gab es keine Handtücher mehr (löblich, falls die in der Wäsche gelandet sind) und mehrere Shampoo- und Duschgelflaschen standen geöffnet in der Badewanne. Daneben Putzmittel. Sprich, meine Schwiegermutter ist hier gewesen. Das beweist auch, warum die Klappläden überall geschlossen waren! Die schmutzigen Shirts, die ich vor 10 Tagen hier auf einen Stuhl gelegt hatte, lagen unverändert dort, dafür fehlt aber einer meiner Kronleuchter! Wo ist der Kronleuchter?? Ich habe das ganze Haus schon danach abgesucht! Die Vorratsbehälter im Küchenregal sind teils herausgeräumt, teils offen und teils komisch verstellt worden und in den Kamin hat jemand einige alte Zeitungen und einen Zweig Rosmarin geworfen. Das Bett schien neu bezogen zu sein, hatte aber den Abdruck einer Pfote auf meiner Seite. Die Werkbank im Keller war zum ersten Mal aufgeräumt, dafür türmten sich die unterschiedlichsten Dinge in der restlichen Cantina. Die Seife schwamm hüfttief im Wasser und kann jetzt weggeworfen werden. Alles in allem ist so viel zu tun, dass man bei 34 Grad im Schatten irgendwie schnell resigniert und einfach mal ins Bett geht. Aber jetzt genug gemosert...bei diesem Wetter ist man automatisch zur Passivität gezwungen und immerhin erwartete mich nach meiner Ankunft auch noch ein sehr frisches und sehr gutes Pastagericht... ;)


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