Friday, June 14, 2013

Und täglich grüßen die Besucher I...

Arbeitsreiche Tage reihen sich aneinander. Was gut ist. Denn abends fällt man k.o. ins Bett, es tut einem nichts weh vom vielen Sitzen und auch die Nervosität durch Passivität tritt nicht in Erscheinung. Neben den alltäglichen Arbeiten habe ich mich mehrfach ans Brotbacken gemacht (macht Spaaaß!), ich habe weiter Dinge umgeräumt und ausgepackt, die im Rahmen des häppchenweisen Umzugs hierhin bei Ankunft in irgendwelchen Regalen, Boxen oder Schubladen gelandet sind und das teilweise bis heute original verpackt. Meine beiden neuen Kronleuchter sind angekommen, die beiden Nachttischlampen, eine Wanduhr und diverse Vorräte aus Deutschland. Ich habe angefangen das Laub im Bambuswald zu entfernen und komme bislang schon auf einen Laubhaufen mit den Ausmaßen 1,5m x 1,5m x 1,5m. Und etwa die Hälfte der Fläche muss noch bearbeitet werden. Nicht nur abgestorbene Bambusblätter kamen zum Vorschein, auch Steine, halb verrottetes Holz, alte Plastiktüten, leere Zigarettenschachteln, tote Vögel und was man alles in einem Wald so finden kann. Leider kein Gold - darauf warte ich noch. Ich habe aber nicht nur aufgeräumt, ich habe auch Bambus gefällt, zerkleinert, das Feuerholz gestapelt, mich um die diversen Pflanzen gekümmert, den Tomaten und Trauben beim Wachsen zugesehen, den Zitronenbaum beschnitten und einiges umgepflanzt. Ich habe das alte Bett im Gästezimmer zerlegt und im Schweiße meines Angesichts auf den Dachboden getragen. Ich habe Müllsäcke voller alter Kleidung entsorgt und diverses Gerümpel auf die Straße getragen. Heute habe ich die Vorderfront des Hauses weiß gestrichen und das bis zum ersten Stock hinauf. Höher kam ich nicht. In praller Sonne stand ich teilweise auf dem Metalldach der Nachbarn und habe mich abgemüht mit dem Pinsel auch in jede noch so kleine Ecke und jeden noch so schmalen Winkel zu kommen. Ich habe das Vordach geschrubbt, während einige Meter entfernt Onkel Cesare dabei war den Rasen umzupflügen und einen Stück des Weges neu zu betonieren. Derzeit kommt er täglich kurz nach dem Mittagessen, im Gepäck viel Baumaterial, Setzlinge oder irgendetwas fürs Haus und nachdem er seinen Kaffee im Wohnzimmer eingenommen hat, arbeitet er im Anschluss ohne Unterlass im Garten, bis das Stichwort "cena" fällt und er wieder nach Hause eilt. Da wir wissen, dass er kommt, sind wir zumindest schon mal auf Besuch eingestellt, auch wenn uns wirklich nicht immer danach ist...


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