Friday, April 5, 2013

Vom Regen und Freude...

Der Regen nimmt kein Ende. Inzwischen zählt schon niemand mehr, wie lange wir schon im Matsch waten. Die Wäsche wird nicht trocken, der Schmutz kommt kontinuierlich ins Haus und im Garten kann auch nichts angebaut werden. Sollte ich meine frisch eingepflanzten Zwiebeln wieder ins Haus holen? Ach egal, die Töpfe lasse ich aus Faulheit gleich draußen. Inzwischen sage ich schon jedem, der mich besuchen will, dass er aber Pech mit dem Wetter haben kann. "Der Frühling kommt bestimmt bald", sagen sie dann. "Wohl eher gleich der Sommer mit Tropenhitze", denke ich dann. Jeden Morgen ziehe ich dem Hund erst die Regenjacke und dann das Geschirr an, später hänge ich es in den Keller und hoffe, dass es zum nächsten Morgen wieder trocken ist. "Che bello, quel cagnetto con giubbotto", sagen die Leute "Posso toccarlo o è cattivo?" Nein, sicher kann man ihn anfassen, aber sollte er hochspringen, dann kann ich meinen Tamarro im Mantel nicht zurückziehen, mit Regenschirm in der einen Hand, mehreren Tüten und Hundeleine in der anderen. Jetzt wo ich alles alleine machen muss, muss ich auch alles alleine tragen. Heute habe ich ein weiteres großes Bild von den Schwiegereltern mitgenommen. Das kommt an die Kellerwand, wo diese Sammlung von Vorfahrenbildern noch vom Vorbesitzer hängen. Wir hatten sie hängenlassen, weil meine bessere Hälfte Dinge gerne so lässt wie er sie vorgefunden hat und weil der Vorbesitzer auch hin und wieder vorbeischaut. Nur jetzt ist die Chance endlich da dort eigene Dinge zu hängen, denn nach und nach schleppe ich jetzt an, was noch bei den Schwiegereltern für uns aufbewahrt worden war. Da wäre zum Einen die Hall of Fame meiner besseren Hälfte. Seine Auszeichnungen und Poster, Artikel, Fangeschenke, VIP-Pässe und ähnliche Dinge, die ich noch gar nicht gesehen hatte. Und zum Anderen auch verschiedene sinnvolle Dinge wie Regale, Spiegel oder ähnliches. Morgen will ich noch zwei neue Rahmen für Poster kaufen. Dazu brauche ich aber meine Schwiegermutter, die nur zu gerne die Gunst der Stunde nutzt, dass ich mit dem Auto komme. Dann kauft auch sie selbst ein, was geht und wenn sie den Hund nimmt, habe ich zur Abwechslung auch mal beide Hände frei.
Gestern Nacht kam dann noch ein spontanes Erfolgserlebnis: ich habe meine erste Veröffentlichung geschafft. In einer Anthologie wird eine meiner Kurzgeschichten abgedruckt werden. Mein erstes Mosaikstückchen zu einer eigenen Hall of Fame. Ein paar weitere Wettbewerbe sind noch offen, aber dieser hier hat mir jetzt die Tür zum Autorendasein geöffnet. Ein Autor ohne Veröffentlichung ist wie ein Musiker ohne CD. Nur ein theoretischer Autor. Ein Möchtegernautor. Ein mieser Abklatsch von einem Autor. Aber jetzt habe ich ja etwas veröffentlicht. Che emozione... :)


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